5

Ich dachte ja nicht, dass ich das nochmal irgendwann sagen würde, aber: Ich mag einen Song von Razorlight. Es geht merklich bergab.

Wire to Wire

Noch dazu wurde ich auf Ben Harper hingewiesen, ich schätze, ich hab meine erste größere musikalische Entdeckung des neuen Jahres.

Please Bleed

Während des exzessiven In-Endlosschleife-Hörens nimmt der Sommer langsam Gestalt in Form von Reisestundenkalkulation an, damit ich mich irgendwann mal zwischen den drei Strecken entscheiden kann, welche in etwa so aussehen:

Routen

4

Lange tot und doch noch da – Sachen gibt es, heutzutage…

In den letzten Tagen herrschten im Groben folgende drei Beschäftigungen vor:

1. Lesen
Buddenbrooks sind mal wieder in aller Munde (ob zu Recht, bleibt dahingestellt), und auch meine Deutsch GK Lehrerin musste auf den Zug aufspringen und besagtes Material durchzukauen beginnen.
Parallel dazu hatte ich mal wieder eine meiner Bücherkaufattacken, wodurch ich jetzt Hesses „Steppenwolf“, ein muggeliges veganes Kochbuch, Curries „Gott ist tot“, einen Gedichtband von Jim Morrison, Singers „Animal Liberation“ und drölf weitere Werke mein Eigen nenne, was mir zur Zeit aber nichts bringt, weil ich auf Düwel komm raus die Buddenbrooks durchkriegen muss.

2. Sommerferienplanung
Nachdem letztes Jahr der Tripp nach Holland sowohl aus Motivations- als auch Geldmangel kläglich gescheitert ist, wird dieses Jahr zum Rundumschlag ausgeholt. Ins Auge gefasst wurde der für 22 Tage gültige Global Pass der verehrten Deutschen Bahn bzw „Interrail“, mit dem ich mich auf ins sommerliche Skandinavien machen werde. Mitreisende wird es voraussichtlich nicht geben, weil ich keine Lust auf Kompromisse bezüglich der Urlaubsplanung hab.
Auf dem Plan stehen eine bestimmte Anzahl von Pflichtbesuchen im schwedischen Gränna sowie Röros und Trondheim in Norwegen, back to se ruhts sozusagen, nachdem im Sommer 2005 unsere Chaostour durch u.a. diese Städte so spitzenmäßig war.
Weil aber 22 Tage ne lange Zeit sein können, bin ich am Überlegen, ob ich entweder noch bis Höhe Narvik hochfahre oder einen Schl(a)enker über Finnland mache. Ich hab ja noch Zeit, das zu entscheiden.

3. der Rest

3

Was gehört mal so richtig klischeehaft ans Ende eines Jahres? Richtig. Ein Jahresrückblick. Und damit das jetzt hier nicht zu viel Text wird – schließlich war 2008 außerordentlich ereignisreich, vor allem im Bereich der Konzerte samt dazugehörigem Reisen – gibt es selbigen Rückblick anhand ein paar Songs, die dieses Jahr mal einfach die fättesten überhaupt waren.

Jaya the Cat – Closing Time

War der Startschuss ins Jahr 2008, das überaus anstrengende Konzert im April in der Kieler Pumpe ein erstes Highlight.

Keith Caputo – Son of a Gun (unplugged)

Weiter ging’s mit dem Release der aktuellen Keith Caputo Platte und den darauf folgenden drei Konzerten. Das erste davon am 1. Mai in Hamburg, an einem wundervollen Tag nach Demo, Trara und Chillen im Planten un Blomen Park. Die beiden weiteren in Berlin und Magdeburg, beide verknüpft in einem netten Pfingsttripp nach Berlin mit Hascha und Tine.

Sigur Rós – Untitled#8

Vermutlich mein Song und Konzerthighlight des Jahres. Sonntagabend, vorletzte Band auf der Mainstage, Hurricane Festival, Ende Juni. 10 Minuten Klang und pures Glück. Natürlich auch damit verbunden ist der Kurztripp mit Nils (hallo Nils!) nach Berlin, um sie im Tempodrom ein zweites Mal zu sehen.

Band of Horses – The Funeral

Empfohlen von Lennaert und seitdem mindestens 123.456 Mal gehört. Steht praktisch als Synonym für eine ganze Reihe von Leuten, die mir in 2008 einen positiven Eindruck hinterlassend über den Weg gelaufen sind.

Goose – Bring it on

Einer der wichtigen Songs der sommerlichen Elektro-Phase. Zum ersten Mal gehört auf dem sehr entspannten Omas Teich Festival Anfang der Sommerferien und danach ein Song mit Eigendynamik, die nicht immer unbedingt angenehm war.

Turbostaat – Insel

Ganz klar DER Song des Omas Teich Festivals und praktisch stellvertretend für den ganzen Sommer mit all seinen Konzerten, Leuten und Dialogen. Mitinbegriffen ganz klar auch der Tag auf Sylt und das Frieren am nächsten Morgen.

Bratze – Hightowers Herz

Bratze sind definitiv die wichtigste meiner Entdeckungen in diesem Jahr und erinnern mich sowohl an den recht unbequemen Aufenthalt auf Tilmans Bielefelder Fußboden im November 2007 als auch an einen grandiosen Tag in Christiania, Kopenhagen irgendwann im Sommer 2008 – Immerhin weiß ich jetzt, wo ich alt werden will.

Ólafur Arnalds – Fok

Diesen Song in Sigur Rós‘ Vorprogramm in Berlin zu sehen war unglaublich, und es läuft mir immernoch kalt den Rücken runter, wenn bei 3:27 die Geigen einsetzen.

Flogging Molly – Float

Für mich einer der schönsten Songs des Jahres, damit verbunden sowohl wieder die Erinnerungen ans unglaublich gute Hurricane Festival mit Alina und Ben als auch jene ans Flogging Molly Konzert in der brechend vollen Trauma in Kiel im August, und an alles, was in den Tagen danach folgte.

Frittenbude – Raven gegen Deutschland (Indiefresser Remix)

Würde chronologisch eigentlich weiter nach vorne gehören, ist mir jetzt aber ziemlich egal. Als politischster Song der Runde definitiv vor allem für den Anfang des Jahres stehend, der mit seinen Demos, neuen Ideen und Bekanntschaften irgendwie ziemlich aufregend war.

Aphex Twin – Alberto Balsam

Wurde zufällig irgendwann mal über Soulseek runtergeladen (böse, böse), und ist zusammen mit

The Doors – Riders 0n the Storm

untrennbar mit einer unglaublich erholsamen und lustigen Woche in Henrikes Kieler Wohnung Ende Oktober verbunden, in der der eigentliche Grund der temporären WG, nämlich das Praktikum bei den zu 24,5% zur Axel Springer AG gehörenden Kieler Nachrichten, völlig in den Hintergrund gedrängt wurde. Hat aber keinen gestört.

Bääm.

2

Weihnachten ist der Orgasmus des Kapitalismus.

Schön gesagt.

Zeitlich passend haben heute für mich die Ferien begonnen, und was ist der I-Punkt auf ebendiesem Ferienbeginn? Richtig. Keksebacken.

Jeweils
150 g Haferflocken
Kokosraspel
Mehl und Zucker mischen,
120 g Margarine und 1 TL Goldsaft schmelzen
und alles zusammenkippen. Dann schön wie früher im Sandkasten Hügelchen draus formen und so lange backen, wie selbige gesund aussehen.

Anzac Biscuits

Rebeccas Beste. Vermutlich!

1

So.
Nach geschätzten 18 Monaten auf Livejournal fand ich es mal wieder an der Zeit, mein virtuelles Zuhause zu verlassen und mir eine neue Coladose zum Drinwohnen zuzulegen. Sozusagen mein verfrühtes Weihnachtsgeschenk an mich selbst.
Argumentationsmäßig passt es zwar jetzt grad gar nicht, aber ich hasse Weihnachten. Und Geschenke kaufen. Und meistens auch das Geschenke verschenken. Weihnachten ist die heuchlerischste Zeit des Jahres, und obwohl das jeder weiß, findet’s jeder geil.
Geiz ist geil. Geiz an Geschenken ist noch viel geiler. Over and out.